04/2025 | VOGELKUNDLICHE WANDERUNG AM WESTLICHEN WITTENSEE
Strahlend blauer Himmel und nur leichter Wind – beste Voraussetzungen für die vogelkundliche Wanderung am westlichen Ufer des Wittensee. Am Grillplatz hießen die Schutzgebietsbetreuer Horst Andritzke, Matthias Kraft und Marc Jeworrek die zwölf Teilnehmenden herzlich willkommen.
Die im Rahmen der Landerlebnistage im Naturpark Hüttener Berge stattfindende Tour führte auf einer rund fünf Kilometer langen Strecke entlang des Sees sowie durch angrenzende Felder und Wälder in Richtung Bünsdorf. Neben reizvollen Panoramablicken erhielten die Teilnehmenden viele Informationen und spannende Geschichten aus der heimischen Vogelwelt.
Mit interessanten Fakten zum FFH-Gebiet „Wittensee und Flächen angrenzende Niederrungen“ sowie einer bildlichen Darstellung des Lebenszyklus des Eisvogels stimmten Horst Andritzke und Marc Jeworrek auf die Wanderung ein. Kurz vor dem offiziellen Start zeigte sich dann der heimliche Wanderbegleiter: ein Seeadler, der auf einem Baum am Ufer thronte.
Anschließend setzte sich die Gruppe in Bewegung. Sie führte von der ehemaligen Badestelle Sande weiter zur Fischerei Bening – dem ersten geplanten Halt. Dort gewährte Matthias Kraft spannende Einblicke in die Lebensweise der Flussseeschwalben. Mithilfe mitgebrachter Spektive konnten die Teilnehmenden die Brutflöße auf dem See beobachten, während die Seeschwalben bereits über dem Wasser jagten und in den kommenden Monaten voraussichtlich wieder eifrig brüten werden.
Über den neu angelegten Wander- und Radweg ging es weiter Richtung Bünsdorf. Auf Höhe des Seeadlerhorsts legte die Gruppe nur kurz eine Pause ein, da die Bewohner bereits am Tourbeginn gut zu sehen waren.
Der Weg führte weiter durch das Waldstück am Kirchweg, das bei strahlendem Frühlingswetter in sattem Grün leuchtete. Am Waldrand, kurz davor, den Radweg erneut zu überqueren, erlebten alle Teilnehmenden das ungeplante Highlight: Ein Trupp Kraniche flog tief und laut rufend über die Felder – ein beeindruckendes Schauspiel, das allen den Blick gen Himmel richtete.
Über den Wührenredder, wo am Feldrand einige Gänse zu beobachten waren, fasste Marc Jeworrek die winterlichen Sichtungen der Wasservögel der letzten drei Jahre zusammen: Mehr als 50 Arten standen auf der Liste, angeführt von der Reiherente mit teils mehreren tausend Individuen.
Die letzte Station bildete das Feuerwehrgerätehaus im Ortskern von Bünsdorf, wo sich alle nochmals zu abschließenden Worten versammelten.
Der Naturschutzverein Hüttener Berge e.V. bedankt sich herzlich für das große Interesse und hofft, allen Teilnehmenden die Schönheit und Vielfalt der heimischen Vogelwelt sowie der Landschaft der Hüttener Berge ein Stück nähergebracht zu haben.
Alle Bilder ©Marc Jeworrek