2019 | Brutflöße für die Flussseeschwalben
Die Brutsaison vieler heimischer Vögel hat bereits begonnen und auch die Flussseeschwalben wurden von den Ornithologen in etwa zwei Wochen wieder am Wittensee erwartet. Höchste Zeit also für die ehrenamtlichen Naturschützer des NHB, die überlebenswichtigen Brutflöße als schwimmende Nisthilfen wieder auf dem See zu installieren. Sie dienen als Ersatz für die zur Aufzuchtphase der Küken in der Vergangenheit oftmals überschwemmte Sandbank vor Sande und wurden von den in Afrika überwinternden Langstreckenziehern sofort als Alternative angenommen. Rund 200 Jungvögel hat Horst Andritzke, Betreuer im FFH-Gebiet Wittensee und Initiator der Brutfloß-Erfolgsgeschichte, im vergangenen Sommer gezählt. „Wir hoffen natürlich in diesem Jahr auf ähnlich gute Zahlen“, wünscht sich Andritzke eine gute Heimkehr möglichst vieler Seeschwalben-Paare. Damit die Vögel im Mai auch ihren vor Hochwasser geschützten Brutplatz vorfinden, legten sich Naturschutzes wie jedes Frühjahr ordentlich ins Zeug. Im kalten Wasser des Wittensees wurden die einzelnen Elemente der Flöße unter Einsatz von Wathose und Gummistiefel verschraubt. „Die Schutzhauben dienen den Küken später als Unterschlupf bei Angriffen von der Silbermöwe“, sagt Horst Andritzke und platzierte kleine Dächer auf den mit Sand und Muscheln hergerichteten Nisthilfen. Mit Unterstützung von Senior-Fischer Heinz Bening verankerten Horst Andritzke und seine Helfer die beiden Flöße schließlich vor der Insel in Sande. Der Vorsitzende des NHB, Hans Ulrich, lobte das Engagement seiner Mitglieder: „Das ist mittlerweile eine eingeschworene Truppe“. Gemeinsam hoffen nun alle Beteiligten auf eine erfolgreiche Brutsaison bei den Flussseeschwalben am Wittensee.